Lebensversicherung || Dynamik (Versicherung)

Im Zusammenhang mit einem Versicherungsvertrag bezeichnet Dynamik die regelmäßige - meist jährliche - Erhöhung der Beiträge und Leistungen einer Versicherung. Im Unterschied zu einer im Verlauf eines bestehenden Vertrages frei vereinbarten Erhöhung liegt die Besonderheit der Dynamik neben dem Automatismus darin, dass keine neue Risikoprüfung erfolgt (z. B. keine Gesundheitsprüfung in der Lebensversicherung). Abhängig von der Versicherungsart (z. B. Sach- oder Personenversicherung) wird Dynamik in unterschiedlichen Ausprägungen angeboten. Als Unterscheidungskriterium wird verwendet:

  • Dynamikart: Beitrags- oder Leistungsdynamik

    • Bei der Leistungsdynamik wird die Erhöhung ausgehend von der versicherten Leistung (z. B. Versicherungssumme) berechnet. Bei einer 5%-igen Dynamik wird beispielsweise die Versicherungssumme einer Lebensversicherung von 100.000 Euro auf 105.000 Euro erhöht. Die damit verbundene vertragliche Erhöhung des Beitrags muss dabei nicht zwingend ebenfalls 5 % betragen.
    • Bei der Beitragsdynamik wird der Beitrag um beispielsweise 5 % von 100 Euro monatlich auf 105 Euro monatlich erhöht. Die sich vertraglich damit ergebende Erhöhung der versicherten Leistung muss dann ebenfalls nicht zwingend 5 % betragen.
  • Dynamikumfang: Voll- oder Teildynamik

    • Bei der Volldynamik werden alle Bausteine (Haupt- und Zusatzversicherungen) des Versicherungsvertrags erhöht.
    • Bei der Teildynamik werden nur einzelne Bausteine erhöht, beispielsweise nur die Hauptversicherung bzw. Teilleistungen, z.B. nur die Leistung im Erlebensfall, nicht aber die Leistung im Todesfall.
  • Erhöhungsmaßstab: Der Erhöhungsmaßstab kann der Höhe nach festgelegt sein, z. B. 5 % jährlich oder an eine andere, eindeutig nachprüfbare Größe gekoppelt sein (z. B. an die Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, Jahreseinkommen der versicherten Person, Baupreisindex etc.)

Generell sind Versicherer und Versicherungsnehmer in der vertraglichen Gestaltung der Dynamik frei (Vertragsfreiheit), so dass sich in der Praxis sehr unterschiedliche Spielarten finden. Bei den meisten Versicherungen akzeptiert der Versicherer auch nachträglich noch den Einschluss einer Dynamik in einen bestehenden Versicherungsvertrag (sofern der Versicherer auch bei Abschluss für diesen Vertrag eine Dynamik angeboten hat). Allerdings kommt es bei einem nachträglichen Einschluss in der Regel zu einer erneuten Risikoprüfung.

Dynamische Anpassung verschieben: Der Versicherungsnehmer kann dynamische Erhöhungen aussetzen, um dadurch einen weiteren Beitragsanstieg zu vermeiden. Doch ist dies bei vielen Vertragskonstruktionen nur zweimal in Folge zulässig, da sonst die dynamische Erhöhung dauerhaft eingestellt wird.

Vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Veränderungen im steuerlichen Umfeld von Lebensversicherungen durch das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG), stellt die dynamische Erhöhung von vor 2005 abgeschlossenen Verträgen eine wichtige Strategie zur langfristig steuerbegünstigten Vorsorge dar.

Lebensversicherung || Theodor Kelter

Theodor Kelter (* 5. Februar 1907 in Großhau bei Düren; † 19. Dezember 1982 in Köln) war ein deutscher Architekt.

Kelter hatte sich in 1950er/1960er Jahren auf Verwaltungsbauten spezialisiert. In Köln prägte er wesentlich die Nachkriegserscheinung der Ringstraße mit, wobei die meisten Gebäude noch heute ihrer ursprünglichen Nutzung dienen.

Theodor Kelter studierte Architektur in Aachen und München und ließ sich 1934-39, zusammen mit Lutz Tappert, als selbstständiger Architekt mit Büros in Köln und Düren nieder. Mit Kriegsende zog er ganz nach Köln.
1938-1968 leitete Willi Heuser als Chefarchitekt das Büro Kelter bis es 1968 von H. Feltes übernommen und 1970 aufgelöst wurde.

Lebensversicherung || Signal Iduna

Name Signal Iduna-Gruppe
Sitz Dortmund, Hamburg
Gründungsjahr 1907
Unternehmensform Gleichordnungskonzern
Mitarbeiter 12.225
Beitragseinnahmen 4,6 Mrd. Euro (2006)

Die Signal Iduna-Gruppe ist ein Gleichordnungskonzern, der Versicherungen und Finanzdienstleistungen anbietet. Entstanden ist die Gruppe durch den Zusammenschluss der Dortmunder Signal-Versicherungen und der Hamburger Iduna Nova-Gruppe am 1. Juli 1999. Die Unternehmen dieser beiden Gruppen stehen seither unter einer Leitung. Vorstandsvorsitzender der Signal-Iduna-Gruppe ist Reinhold Schulte.

Geschäftsfeld

Signal Iduna erzielte 2006 Beitragseinnahmen von über 4,6 Milliarden Euro. Die Vermögensanlagen beliefen sich 2006 auf 37,7 Milliarden Euro. Für die Gruppe arbeiten über 12.000 Menschen. Der Vertrieb erfolgt vorrangig über etwa 4.000 selbstständige, der Ausschließlichkeit unterliegende Versicherungsvermittler (Handelsvertreter) (§ 84 HGB), und durch Versicherungsmakler.

Konzernstruktur

Die rechtlich selbstständigen Obergesellschaften des Konzerns, die Signal Krankenversicherung a. G., Dortmund, die Iduna Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg, und die Signal Unfallversicherung a. G., Dortmund, sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Die Mitglieder, also die Versicherten, sind damit zugleich Träger der jeweiligen Unternehmen.

Zur Signal Iduna-Gruppe gehören neben den Versicherungsunternehmen

  • Signal Krankenversicherung a. G., Dortmund
  • Iduna Vereinigte Lebensversicherung a. G. für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg
  • Signal Unfallversicherung a. G., Dortmund
  • Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG, Dortmund
  • PVAG Polizeiversicherungs-AG, Dortmund
  • Versicherer für den Öffentlichen Dienst (VÖDAG), Hamburg
  • Signal Iduna Pensionskasse AG, Berlin
  • Adler Versicherung AG, Berlin
  • Allrecht Rechtsschutzversicherung AG, Düsseldorf
  • vier Finanzdienstleister, alle mit Sitz in Hamburg:

    • die Conrad-Hinrich-Donner-Bank AG,
    • die Hansainvest Hanseatische Investment-GmbH,
    • die Signal Iduna Bauspar AG sowie
    • die Signal Iduna Asset Management GmbH,

außerdem

  • die Deufinanz AG für unabhängige Partner.

Ausländische Tochterunternehmen sind die Signal Biztosító Rt. (Signal Versicherung AG), Budapest, sowie die in Warschau beheimatete Signal Iduna Polska mit der Signal Iduna Polen Versicherung AG und der Signal Iduna Polen Lebensversicherung AG. Zur Gruppe gehört auch die Signal Iduna Rückversicherungs AG mit Sitz in Zug in der Schweiz.

Geschichte

Die beiden Ursprungsgruppen des Konzerns sind seit ihrer Entstehung zu Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem wirtschaftlichen Mittelstand aus Handwerk, Handel und Gewerbe eng verbunden. Die Iduna Nova ging auf eine Initiative selbstständiger Handwerker und Gewerbetreibender zurück, die in Hamburg eine Kranken- und Sterbekasse gründeten. Dortmunder Handwerksmeister folgten diesem Beispiel und riefen ebenfalls eine Krankenunterstützungskasse ins Leben.

Die Signal Iduna-Gruppe steht inzwischen allen Bevölkerungskreisen offen. Die traditionell engen Verbindungen zu den Organisationen aus Handwerk, Handel und Gewerbe bestehen jedoch fort.

Durch einen Sponsoringvertrag mit Borussia Dortmund hat Signal Iduna die Namensrechte am Dortmunder Westfalenstadion erworben: Seit dem 1. Dezember 2005 heißt das Stadion Signal Iduna Park. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2011.

Signal Iduna unterstützt den Koblenzer Literaturpreis.

Die Skandinaviska Enskilda Banken AB (SEB) ist ein schwedischer Finanzdienstleistungskonzern mit Hauptsitz in Stockholm. Er wird dem „Imperium“ der Familie Wallenberg zugerechnet. Hauptaktionär ist die Investor AB. In Deutschland ist die SEB mit ihrer Tochtergesellschaft SEB AG vertreten.

Geschichte

Die SEB wurde 1856 als Stockholms Enskilda Bank von André Oscar Wallenberg gegründet und war an der Finanzierung der schwedischen Industrie – insbesondere der Unternehmungen der Familie Wallenberg – führend beteiligt.

1972 fusionierte Stockholms Enskilda Bank mit der Skandinaviska Banken zur Skandinaviska Enskilda Banken. Bis heute baute sie ihre Position vor allem im baltischen Raum, aber auch international aus und ist neben der Nordea die führende skandinavische Bank.

1976 wurde (gemeinsam mit der Bayerischen Landesbank) die Deutsch Skandinavische Bank als deutsche Tochtergesellschaft gegründet.

1990 bis 1992 erlitt die Bank massive Verluste aus Immobilienkrediten von fast 24 Mrd Kronen, konnte jedoch saniert werden und gewann Ende der 90er Jahre die traditionell hervorragende Ertragkraft zurück.

Zwischen 1997 und 2001 trat der Konzern in eine europäische Expansionsphase ein. Es folgten Akquisitionen im Bereich Lebensversicherung (Fusion mit Trygg Hansa), Vermögensverwaltung und der Eintritt in neue Märkte: Deutschland, das Baltikum, Polen und der Ukraine. Der Versuch, im Jahr 2001 mit Föreningssparbanken zu fusionieren, scheiterte.

Im Jahr 2000 übernahm der SEB-Konzern in Deutschland die ehemalige BfG-Bank. Im April 2001 erfolgte die Umfirmierung in SEB AG.

Geschäft

Die SEB ist eine Universalbank mit dem Anspruch, die führende nordische Bank zu sein. Sie ist daher in allen Ostseeanrainerstaaten sowie der Ukraine mit Tochtergesellschaften vertreten. Ein weltweites Netz an Niederlassungen für das Firmenkundengeschäft besteht ebenfalls.

Der SEB Konzern gliedert sich in vier Geschäftsfelder: Die Privatkundenaktivitäten sind in einer globalen Division Retail Banking organisiert. Die Division Wealth Management führt die beiden SEB-Einheiten Asset Management und Private Banking zusammen. Merchant Banking betreut 1.500 Unternehmen und Institutionelle Kunden der SEB. Life - diese Division umfasst sämtliche Aktivitäten im Bereich Lebensversicherungen.

Der SEB-Konzern ist in 20 Ländern aktiv. Europaweit betreut der SEB-Konzern mehr als 5 Millionen Kunden, davon 1 Million in Deutschland. Die SEB beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter und betreibt 600 Filialen.

Aktie / Bonität

Die SEB wird von der Ratingagentur Moody’s mit Aa3 bewertet. Standard & Poor’s urteilt A, Fitch A+.

Die Aktie der SEB (Skandinaviska Enskilda Banken AB) wird an den folgenden Börsenplätzen notiert:

  • Stockholm
  • Frankfurt (Freiverkehr)
  • Berlin (Freiverkehr)
  • Hamburg (Freiverkehr)
  • München (Freiverkehr)
  • Typ: Stammaktie, ISIN: SE0000148884 WKN: 859768, Kürzel / Ticker-Symbol: SEB-A.

Quellen

Trio Infernal (Le trio infernal) ist eine Schwarze Komödie und eine Co-Produktion von Deutschland, Frankreich und Italien aus dem Jahre 1974.

Handlung

Marseille 1931: Philomene Schmidt (Romy Schneider), eine bildschöne junge Deutsche, die als Pflegerin einer Greisin angestellt ist, steht nach deren Tod auf der Straße. Ihr Liebhaber, ein älterer Franzose namens Villette (Jean Rigaux), gibt vor, sie nicht heiraten zu können, weil eine Scheidung von seiner seit dem Krieg verschollenen Ehefrau nicht möglich sei. Da springt der in die Ehrenlegion aufgenommene geldgierige Rechtsanwalt Georges Sarret (Michel Piccoli) ein und legt Villette gefälschte Dokumente über den Tod seiner Frau vor. Nun steht einer Heirat nichts mehr im Wege. Fast gleichzeitig werden Philomene und ihre Schwester Catherine (Mascha Gonska) die Geliebten des Anwalts. Nach Villettes baldigem Tod bedauert Georges, keine Lebensversicherung für ihn abgeschlossen zu haben.

Diesen Fehler vermeidet er, als er den kranken Rentner Detreuil überredet, eine junge Deutsche zu heiraten, die in Frankreich bleiben und deshalb die französische Staatsangehörigkeit annehmen möchte. Diesmal ist Catherine die Braut. Georges findet auch noch einen gesunden Komplizen, Chambon, der bereit ist, sich für Detreuil auszugeben und eine Lebensversicherung zu Catherines Gunsten abzuschließen. Nach Detreuils Tod und der Auszahlung der Versicherungssumme zieht Georges erst einmal seine angeblichen Ausgaben davon ab, den Rest teilt er durch zwei: eine Hälfte für sich und eine Hälfte für seine beiden Geliebten.

Um sicherzugehen, will Georges als nächstes Chambon aus dem Weg räumen. Da trifft es sich gut, dass dieser mit einer steinreichen Pfandleiherin verheiratet ist: Noemie (Andréa Ferreol). Weihnachten laden Georges, Philomene und Catherine das Paar ein. Während Noemie und Philomene in der Küche das Geschirr spülen, klimpert Catherine so laut auf dem Flügel, dass der Pistolenschuss nicht zu hören ist, mit dem Georges den Hausherrn niederstreckt. Dann nimmt Georges ein Gewehr aus dem Waffenschrank, geht ins Freie, nickt Noemie freundlich durchs Küchenfenster zu – und erschießt sie. Das Trio zerrt die Leichen ins Badezimmer und legt sie in zwei mit Schwefelsäure gefüllte Badewannen, damit sie sich auflösen.

Ein anderer Komplize, der sich als Chambon ausgibt, beauftragt Georges im Beisein eines Notars mit dem Verkauf des Hauses der Getöteten.

Durch einen weiteren Betrug kommt Georges auch noch an die Lebensversicherung, die er im Namen des todkranken Schuhmachers Di Lorenzo abschließen ließ.

Inzwischen hat Georges beschlossen, in die Politik zu gehen. Um den Weg frei zu machen, sorgt er dafür, dass einer der Kandidaten für die anstehenden Wahlen durch Fotografien kompromittiert wird, die ihn mit anderen Frauen in flagranti zeigen.
Zur Tarnung variiert Georges die Methode: Als nächstes schließt er für Catherine eine hohe Lebensversicherung ab und schickt Philomene los, eine junge, sterbenskranke Waise zu finden, die dann als Catherine ausgegeben werden soll. Philomene tut so, als sei sie eine reiche, wohltätige Witwe und findet tatsächlich eine schwindsüchtige junge Frau (Monica Fiorentini) ohne Angehörige, deren Pflege im Hospital zu viel Arbeit macht. Das Trio holt das Mädchen zu sich ins Haus. Catherine muss Dienstmädchen und Krankenpflegerin in einer Person spielen. Um den Tod zu beschleunigen, nimmt Georges die Lungenkranke nachts mit in ein Spielcasino und bringt Catherine dazu, die Erschöpfte anschließend in ihrem Bett zu verführen. Wider Erwarten blüht das lesbische Mädchen dabei auf. Da stürzt Catherine sich verzweifelt aus dem Fenster.

Im Trauerzug flüstet Georges Philomene zu, dass die Lebensversicherung gezahlt hat. Bald darauf heiraten die beiden.

Hintergrund

Der Film basiert auf einem authentischen Fall aus den Dreißigerjahren. Die Rolle der Catherine wurde ursprünglich Uschi Glas angeboten. Diese lehnte das verlockende Angebot ab, da sie sich der Aufgabe nicht gewachsen fühlte: „Ich hätte meine Seele opfern müssen für diese Rolle.“Uschi Glas: Mit einem Lächeln, S. 130 (2004)

  • Lexikon des internationalen Films: Das streckenweise krass naturalistische Schauerstück ist weit entfernt von Parodie und Satire: ein eiskalt inszeniertes Spiel mit Blut und Ekel, Gewalt und vielfacher Perversion, das nur ansatzweise ein ernstzunehmendes Abbild moderner Lebensformen und Gesellschaftsmechanismen ist. In die Bedeutungsschwere bringt allein die Musik etwas Witz.

Fußnoten

Lebensversicherung || Provinzial Nord

Die Provinzial Nord ist ein Versicherungsunternehmen, das im Jahr 2005 mit der Westfälischen Provinzial zur Provinzial NordWest verschmolzen worden ist.

Zuvor bestand sie im Wesentlichen aus der

  • Provinzial Nord Brandkasse AG
  • Provinzial Nord Lebensversicherung AG
  • Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG
  • Provinzial Kiel Reinsurance Company Ltd. Dublin/Irland

Lebensversicherung || Provinzial Rheinland

Die Provinzial Rheinland ist eine deutsche Versicherungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf. Sie vereint folgende Einzelunternehmen:

  • Provinzial Rheinland Holding, Anstalt des öffentlichen Rechts
  • Provinzial Rheinland Versicherung AG
  • Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG
  • Sparkassen direkt Versicherung AG
  • City Service GmbH

Die Düsseldorfer Provinzial Versicherung gehört zur Sparkassen-Finanzgruppe. Gegründet wurde sie als Provinzial Feuer-Societät am 5. Januar 1836. Ihre Wurzeln reichen aber bis 1722 zurück. Zunächst in Koblenz beheimatet, dem Sitz des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, wurde die Zentrale der Versicherung 1875 nach Düsseldorf verlegt. Anfang der 1990er Jahre entstand im Düsseldorfer Süden eine neue Konzernzentrale, die 1995 bezogen wurde. Die Provinzial ist als Regionalanbieter in den Regierungsbezirken Düsseldorf, Köln, Trier und Koblenz tätig.

Hier versichert die Provinzial Privatkunden in den Bereichen Auto-, Haftpflicht-, Hausrat- oder Wohngebäude-Versicherung. Zu den Kunden gehören auch Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sowie Kommunen. Im Jahr 2004 waren bei der Provinzial Rheinland insgesamt 6,1 Mio. Versicherungsverträge abgeschlossen, davon im Bereich Schaden/Unfallversicherung 4,8 Mio. Stück, im Bereich Lebensversicherung 1,3 Mio. Stück. Daraus resultieren Gesamt-Bruttobeitragseinnahmen in Höhe von 2.155 Mio. €.

Die Provinzial Rheinland verfügt ca. 760 Geschäftsstellen mit ca. 2.500 Beschäftigten (Stand 2006).

Lebensversicherung || Mikroversicherung

Mikroversicherungen (engl. microinsurance) bieten armen Haushalten vor allem in Entwicklungsländern Absicherung gegen elementare Risiken. Arme Haushalte sind im Vergleich zur Gesamtbevölkerung meist stärker Risiken wie Krankheit, Unfall oder Verlust von Eigentum ausgesetzt und damit stärker auf Versicherungsdienstleistungen angewiesen. Aufgrund der wirtschaftlich geringen Attraktivität werden sie jedoch von klassischen Versicherungsunternehmen nicht bedient.

Es handelt sich um eine relativ neue Mikrofinanz-Dienstleistung, die klassische Geschäftsfelder wie die Vergabe von Mikrokrediten und das Angebot von micro savings ergänzt.

Produkte und Methoden

Ausgewählte Produkte sind

  • Absicherung der Rückzahlungsraten von Krediten
  • Lebensversicherungen / Notfall-Funds
  • Krankenversicherungen
  • Ernte-Absicherung
  • Versicherung des Viehs (engl. livestock insurance)

Erteilt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer eine Zusage auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung, so handelt es sich um eine Direktzusage oder unmittelbare Versorgungszusage, wenn kein anderer Durchführungsweg gewählt wurde.

Bei der Direktzusage hat der Arbeitgeber die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung selbst zu erbringen und bedient sich nicht eines externen Durchführungsweges (Direktversicherung, Pensionskasse, Unterstützungskasse, oder Pensionsfonds), d.h., der Arbeitgeber zahlt die Betriebsrente später selbst an den dann ehemaligen Arbeitnehmer aus.

Finanziert wird die Direktzusage in der Anwartschaftsphase des Mitarbeiters über steuerliche Pensionsrückstellungen (§ 6a EStG, § 249 HGB). Die jährlichen Zuführungen sind Gewinn mindernd und, da sie dadurch die Steuerlast des Unternehmens senken, Liquidität erhöhend (Innenfinanzierung, Steuerstundung).

Während der Bezugszeit sind weiterhin Pensionsrückstellungen zu bilden. Der steuerliche Teilwert ist in dieser Zeit der versicherungsmathematische Barwert der zukünftig noch zu erbringenden Pensionsleistungen. Da dieser Barwert in jedem Jahr sinkt (außer möglicherweise in den Jahren, in denen die Renten angepasst werden), kommt es dann zu Gewinn erhöhenden, und damit die Steuerlast des Unternehmens steigernden, Auflösungen der Rückstellungen. In dieser Phase wird die Liquidität gemindert.

Um die Rentenzahlungen, Kapitalzahlung oder biometrischen Risiken finanzieren zu können, schließen viele Arbeitgeber entsprechende Rückdeckungsversicherungen (bestimmte Form einer Lebensversicherung) ab.

Direktzusagen müssen über den Pensionssicherungsverein gegen Insolvenz des Arbeitgebers abgesichert werden.

Das Verwaltungsgebäude der Mannheimer Lebensversicherung ist ein modernes Bürogebäude im Münchener Stadtteil Schwanthalerhöhe. Es wurde in den Jahren 1963 bis 1967 nach Entwürfen des Architekten Egon Eiermann geschaffen.

Für ihr Verwaltungsgebäude hatte die Mannheimer Lebensversicherung ein Grundstück am Bavariaring erworben. Die darauf stehende Stadtvilla, die Emanuel von Seidl Ende des 19. Jahrhunderts für den Mediziner und Universitätsprofessor Hermann von Tappeiner gebaut hatte, wurde 1963 wegen der im Zweiten Weltkrieg erlittenen Bauschäden abgetragen.

An deren Stelle schuf Eiermann einen modernen Stahlbetonbau. Die unteren vier Geschosse bilden einen langgestreckten Kubus, das Dachgeschoss ist leicht zurückgesetzt. Die Fassade des Baus wird durch einheitlich angeordnete Fensterfronten gegliedert. Verkleidet ist sie mit schwarzen Steinplatten.